Reviews

H.E.L.D.

Label: SPV (2014)

Nach seiner längeren Pause von 2000 bis 2011, sind es heuer nur 3 Jahre die ins Land zogen sind, bis man ein neues Album begrüßen darf von Onkel Tom, der diese Formation schon für beendet ansah. Aber wenn eines auf dieses Album und seinen Mastermind dahinter zu trifft, kann man jetzt schon festhalten und in Beton gießen, dann dies: Je oller, desto doller – Dies ist wirklich wörtlich zu nehmen.

Ein Onkel Tom Album im Allgemeinen muss man keinem geneigten Fan mehr nahe bringen, man weiß was drinnen ist, promillehaltige Mucke. Aber 2011 fing schon der kleine aber feine Unterschied an, in dem fast nur noch Eigenkompositionen enthalten waren, Melodien die erst „erlernt“ werden mussten, nichtschon seit Geburt an da sind bzw. waren. So auch heute, natürlich sind es promillehaltige Songs die den Kern des Albums ausmachen, die Mitmach-Mucke, die Mit-Trink-Mucke die wir alle so lieben und auch, ehrlich gesagt, ein stückweit vermissten, denn niemand konnte Tom das Wasser bzw. Bier reichen.

Jetzt haben wir unsere Hymnen wieder ‚Der Onkel kommt zum Hausbesuch‘ zum Bleistift, ein Song der beschreibt, wie sich die Band selbst sieht oder ‚Ein bisschen Alkohol‘, ‚Wer nach diesem Lied noch stehen kann‘, ‚Am Morgen danach‘ das sind die Songs die man hören und mitsingen will. Das Neue sind aber so zwei bis drei Songs die aus dem üblichen Rahmen brechen, nachdenkliche Songs, gesellschaftskritische Songs, Songs zum Reflektieren aber auch zum Innehalten wie ‚Auf Gedeih und Verderb‘ oder die aller erste Ballade von Tom ‚Ich bin noch am Leben‘.

Für alle Sammler sei noch erwähnt, dass es dieses Album in verschiedenen Ausführungen geben wird: Als „normales CD-Jewelcase mit 13 Songs, dann als limitiertes Digipack mit 13 +2 Bonustracks und als Doppel-Vinyl LP limitiert auf 500 Stück, also für jeden Geschmack was dabei…

Mein Tipp: Wer „Ein Tröpfchen voller Glück liebt“, bei „Nunc est Bibendum“ schmachtet wird bei „H.E.L.D.“ dahin schmelzen oder einen vorzeitigen Höhepunkt erleiden. Dieses H.E.L.D. steht übrigens für Hart, Ehrlich, Laut, Durstig – was für ein passender Titel für dieses Album. Das Horn zum Gruße!!!

10/10

Car Sten






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