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...These Dreams Of Happy Endings

Label: Pirate Records (2004)

Süddeutschland im Jahre 2002, aus den beiden Metalcore Bands Brother Justice und Silent Green entsteht ein Quintett namens NME.Mine, das im Vorprogramm von Millencolin, Turbonegro oder Mad Sin für mächtig Aufruhr sorgte. Erst in diesem Herbst ist mit der „...These Dreams Of Happy Endings“ EP die erste offizielle Hörprobe der Jungs vom Bodensee, deren Musikstil sich ständig zwischen Rock und Hardcore bewegt, käuflich zu erwerben. Leider haben es nur acht Tracks auf die EP geschafft, aber die haben es in sich...

Der Opener ‚Out Of Envy’ legt sofort mit schön aggressiven „Fight for your rights“ Crawls los, ehe Sänger Patric mit seiner cleanen und unheimlich tiefen Stimme die Führung übernimmt. Musikalisch bewegt sich der Fünfer, wie angedeutet, immer wieder zwischen harten Riffs und eingängigen Melodien. Der metallische Einfluss ist spätestens in ‚Leave The World’ unüberhörbar, denn neben den Maiden-like Basslinien und den balladesken Verses gibt es einen richtig guten Midtempo Stampfer geboten, der sicherlich von sich Reden machen wird. ‚Unlove’ ist ein ziemlich atmosphärischer Track, der mit leisem, emotionalem und verzerrtem Gesang beginnt und im Chorus in der gewohnt tiefen Stimmlage mit metallischen Gitarren gipfelt. Ein schöner Song zum entspannen, wenn da nicht das überraschend aggressive Ende wäre, das den Zuhörer so richtig aufmischt. Nach dem gewohnten Strickmuster ruhige rockverträgliche Arrangements und heftig hämmernde Hardcore Kost ist auch der vorletzte Track ‚Slave’ gestrickt. Mit ‚Not Good’ bieten NME.Mine einen rhythmischen mitsingbaren Finisher, der diese EP wunderbar abschließt.

Leider ist „...These Dreams Of Happy Endings“ nach knapp 32 Minuten schon wieder zu Ende, aber die vorliegenden acht Tracks machen definitiv Lust auf mehr. Da bleibt einem nur zu hoffen, dass das Quintett schnellst möglich ein Album nachlegt.

Nils Manegold






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