Reviews

The New Black

Label: AFM Records (2009)

Fette, von zwei Gitarren getragene Riffs, zweistimmige Läufe, derber, ursprünglicher Gesang, dazu eine satte Rhythmusabteilung. Richtig, das klingt wie eine Mischung aus Thin Lizzy, Black Label Society und Pantera, Jetzt stellen wir uns noch eine moderne Produktion vor und wir kommen bei einem hart rockenden, authentischen Monster mit dem Potential zum Massenerfolg a la Nickelback heraus.

Wenn man bedenkt, dass diese Band nur zufällig aus einem gemütlichen Betrinken am Cocktailstand heraus entstanden ist, ist das Ergebnis schon beeindruckend. Diese fünf erfahrenen Musiker wissen ganz offensichtlich, wo die Les Paul hängt und sie wollen es ganz deutlich machen dass sie es wissen!

Besonders witzig (und somit fast schon exemplarisch für den Spaß, den diese Band verbreitet) ist die Titelparodie auf Paul Simons '50 Ways To Leave Your Lover'. Hier heißt das Juwel dann aber '50 Ways To Love Your Liver'. Da haben wir sie wieder, die Trinkfestigkeit, die von diesem prall bestückten Testosteronmonster ausgeht. Wer schon in verschiedenen Magazinen das Demo des Monats abgeliefert und die Republik zusammen mit Zakk Wylde bespielt hat, der kann wahrlich Großes im Blick haben. Ich bin jedenfalls schon auf die nähere Zukunft von "The New Black" gespannt.

Frank Scheuermann