Reviews

Blasphemous Girl

Label: Snapper Music (2002)

Die Happy lassen grüßen! Aggressive und wütende Frauenstimmen sind nicht erst seit Martha in Mode...

My Ruin treten in den Arsch und zwar nicht zu knapp. Mit ‚Rockstar’ wird gleich mächtig abgerockt: Tairrie B. sorgt in Verbindung mit den tiefen Gitarren und dem Nu-Metal geprägten Drumming für ein Sahnestück in Sachen Emanzipation. Wenn man nur die Stimme von CD kennt, erwartet man ein Bär von einer Frau - die Realität aber zeigt eine zierliche und hübsche Frau, die es nur versteht, mit ihrem Organ richtig umzugehen. Unglaublich ist die eine Stelle in ‚Rockstar’, in der die charismatische Frontlady (Ex-Manhole & Tura Satana) glatte 12 sec. durchgängig schreit, als würde man ihr die Eingeweide bei lebendigem Leibe herausreißen. Wer 12 sec. für wenig hält, der soll dies bitte einmal ausprobieren.... &#x201EGod wants a piece of my ass…” hört man sie beim Titeltrack ‚Blasphemous Girl’ singen und das macht sie auch auf Hardcore-Weise deutlich! Verhältnismäßig wenig passt da aber ‚Terror (Trilogy Edit)’ in die Terminologie hinein: Elektronische Beats und eine sprechende Frontfrau überraschen doch sehr, wenn man die Lieder zuvor gehört hat. ‚Sycophant’ aber rückt die CD wieder ins richtige Licht durch die wiederkehrenden Wut in den Songs. ‚Horrible Pain In My Heart’ treibt diesen Aggressionspegel durch verhältnismäßige Ruhe nach unten, bevor ‚My War’ die fast perfekte Sinuskurve der Hardcoresongs durch seine enorm hohe Schnelligkeit vervollständigt. Als ´Bonbon´ sozusagen und wahrscheinlich auch bedingt durch den auch bei Marilyn Manson eingesetzten Soundtechniker Nick Raksulinecz steht ‚Tainted Love’ als relativ gelungene Coverversion am Ende des Album Samplers.

Die Ex-„Female Personality Of The Year“ des RockSound Magazins und des Metal Hammers UK sorgt als mit „Blasphemous Girl” ordentlich für Wirbel und dürfte Fans der härteren Gangart like Marilyn Manson mit einer Prise Slipknot sehr zusagen!

Thomas Schmitt






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