Reviews

Mob, The
The Mob

Label: Frontiers Records (2005)

Doug Pinnick (Vocals; King’s X), Timothy Drury (Keyboards; Whitesnake), Kelly Keaggy (Drums; Nightranger), Kip Winger (Bass; Winger, Alice Cooper) und vor allem: Reb Beach (Guitar; Alice Cooper, Whitesnake, Dokken, Winger etc.). Eigentlich ist damit alles gesagt! Wäre diese Scheibe in den 80ern rausgekommen, hätte sie sich vermutlich etwa 17 Millionen Mal verkauft. Und das zu Recht!
Was diese fünf Allstars aus dem Ärmel zocken ist handwerklich auf höchstem Niveau zelebrierter melodischer Hardrock/ Heavy Metal, dass dem Autor dieser Zeilen die Freudentränen aus den Gucklöchern tropfen lässt, während er diese Zeilen verfasst!

Nach dem ersten Hören sind mittlerweile ein paar Wochen ins Land gegangen und unter Mithilfe eines Physiotherapeuten und intensiver Krankengymnastik ist der Verfasser dieser netten kleinen Kolumne wieder fähig, die gebückte Gebetshaltung vor der Stereoanlage zu verlassen.

Ich meine: erinnern wir uns für einen kurzen Augenblick an die 80er: jeder Pudel, der zufällig beim Gassigehen über eine Gitarre gestolpert ist und dabei zufällig eine an „Smoke On The Water“ gemahnende Tonfolge produzierte wurde umgehend unter Vertrag genommen und quälte fortan bei seinen Konzerten die Besucher mit überlangen und zumeist grottenschlechten Gitarrensoli (ohne Bandbegleitung!), die nur durch intensivste Verzerrung und das aussaugen diverser Halleffekte in den Bereich der Musik zu rücken waren (manche auch dann nicht!).

Nun erdreistet sich Reb Beach, auf dieser Scheibe gleich zwei Gitarrenworkouts vorzulegen! Und sie sind geil! Einer wird sogar ganz unverblümt „Guitar Solo“ genannt!

Der Rest der Scheibe ist Mid- und Uptempo-Mucke vom allerallerallerfeinsten! Wer Fan einer der oben genannten Bands ist oder einfach melodischen Metal unverzichtbar findet, der kommt an The Mob nicht vorbei! Bleibt nur zu hoffen, dass es sich um eine echte Band handelt und nicht nur eines der vielen Allstarprojekte, da ich Kracher wie ,One Track Mind' oder ,Never Get Enough' auch live unglaublich gerne einmal erleben würde! Hammer!

Frank Scheuermann