Reviews

Mistress
Mistress

Label: Rage Of Achilles (2002)

Ich lebe noch. Danke der Nachfrage um den Gesundheitszustand meiner Ohren, des Trommelfells etc. Lasst uns langsam in diese Laune der Götter des Rock’n’Roll einsteigen. Laune? Was haben wir verbrochen, dass so etwas auf die Menschheit losgelassen wird? Wie gesagt wir wollen uns langsam heran tasten: Es soll schon Demo-Tapes gegeben haben, die manch einem etablierten Studio Konkurrenz geboten hätten. Das ist hier nicht der Fall, definitiv nicht. Womit wir schon bei meinem Trommelfell, den Ohren etc. angelangt wären. In dem Beipackzettel fällt das Wort ´barbarisch´. Noch nie wurde ein Wort so treffend in einen Satz eingebaut wie dort. Mit der miesen Produktion geht auch die Lautstärke einher die gebraucht wird um das, wie soll man sagen (denk, denk) eingespielte zu vernehmen. Alle bösen Überraschungen die man sich vorstellen kann bekommt man schonungslos um die Ohren. Einen reusperer, Gitarren die sich vor Schamesröte lieber in den Händen von Kurt Cobain wüssten, denn dann wäre ein Ende des Elends in Sicht. Hier: keine Chance. Musikalisch (soll es angeblich sein) gesehen erinnern Mistress an ein Kind, dass seine Grenzen erfahren möchte. Sprich bei welcher Aktion habe ich mit der härtesten Strafe zu rechnen. Auf der Platte hört sich dass so an: Am Anfang soll es solider klassischer Death-Metal sein, dann versuchen sie sich (musikalisch) an der Napalm Death Platte „Scum“, was gehörig daneben geht danach werden noch Ausflüge in die Gefilde Grindcore und Pseudo-Doom-Metal gemacht. Aber wie schon gesagt, es werden die Grenzen getestet. Jeder liebende Vater sagt irgendwann stopp...Kinder hört sofort damit auf!!! Wie gesagt, die Platte ist ´barbarisch´. Ein Line-Up gebe ich nicht an, da ich die Hoffnung habe, dass so etwas eine Eintagsfliege bleiben wird. Zum anderen ändert es nichts an dem dargebotenen. Mein Tipp: Schont euren CD-Player.

Carsten Rothe






SonicShop - HiFi Gehörschutz