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Label: Universal (2000)

Der langerwartete Nachfolger von ihrem Sensationsalbum „Let´s Face It“ ist ab sofort zu erhalten und er unterstreicht mal wieder eindeutig die Sonderstellung der acht Bostoner Jungs im Ska-Geschäft. Diesmal fanden 16 Songs den Weg auf den Silberling, wobei mal wieder ein Hit dem nächsten folgt. Den Anfang macht ‚Let Me Be’, nach einem kurzen Einspieler der Bläser-Fraktion geht es gleich mal im typischen Bosstones-Style los, wobei natürlich der eingängige Chorus nicht zu einem keine Ruhe lässt. Mit den Songs ‚The Skeleton Song’ und ‚ So Sad To Say’ geht es in der gleichen Manier weiter, das heißt abtanzen und mitsingen bis zum abwinken, wobei meiner Meinung nach ‚So Sad To Say’ noch über das stärkste Hitpotential verfügt. Wie immer gibt es auch ´andächtigere´ Songs zu entdecken, zum Beispiel ‚The Day He Didn´t Die’ eine gelungene Ballade, die einem mal kurz zur Ruhe kommen lässt. ‚High School Dance’ ist ebenfalls eine Ballade, bei der es allerdings einen rockigen Refrain mitzusingen gilt. Um den irischen Einfluss zu rechtfertigen, haben sie mit ‚Riot On Broad Street’ einen absolut genialen Folksong im Gepäck. Das ist aber noch nicht alles an Variationen, für die Rocker unter uns sind mit ‚Over The Eggshells’ und ‚Temporary Trip’ ,zwei klassische Rock´n´Roll Tracks eingespielt worden. Mit ‚Finally’ gehen die acht Skaler noch mal back to the roots und greifen ihren alten Punk-Rock-Ska-Stil aus früheren Zeiten auf bevor sich das Album dem ende neigt. Also wer bei dieser Scheibe ruhig sitzen bleiben kann, dem ist nicht mehr zu helfen, denn über 50 Minuten lang gibt es Ska vom feinsten. Glück ist wer Parkettboden im Zimmer hat!

Nils Manegold