Reviews

11 Dreams

Label: Century Media (2004)

Eine musikalische Schublade für die Dänen von Mercenary zu finden, entpuppt sich als sehr schwieriges Unterfangen. Wie kann man eine Mischung aus schnellen Double Bass Attacken, krächzenden Vocals, klassischen Metal Passagen, Powermetal und cleanen Backing Vocals beschreiben?

Vergleicht man die beiden ersten Songs ‚World Hate Center’ (auch mal eine nette Ansichtsweise des schon 78 Millionen-Mal umgesetzten Themas…) und ‚11 Dreams’ ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zu erkennen. Auf der einen Seite eine Ohrattacke an Krächzendem Gesang und aggressiven Parts (‚World Hate Center’) auf der anderen Seite ein schon fast klassisches Metal Stück, was auf jede Power Metal Scheibe passen würde (‚11 Dreams’). Von Monotonie kann hier nicht die Rede sein! Und es geht weiter in diesem Stile:

‚Sharpen The Edges’ ist ein schleppendes Midtempo Stück, welches versucht, einen Mittelweg zu schaffen, dann aber gleich wieder von einem reinen Death-Metal Epos (‚Supremacy v2.0’) abgelöst wird. Je länger die CD läuft, desto besser gefällt mir die bunte Mixtur. ‚Falling’ beinhaltet Teile von bestem Thrash Metal, das darauf folgende ‚Times Without Changes’ ist eine Ballade zum relaxen. Hier ist alles vertreten bis es zum letzten Stück der Platte kommt, ‚Loneliness’ ist meiner Ansicht nach der beste Track des Silberlings, da er sehr bangfreundlich ist und einfach mitreißend gestrickt ist.

Wenn ich die CD Revue passieren lasse, gibt es nur ein Fazit für die Scheibe: Das ist die perfekte CD für den Player im Auto, da für jede Laune etwas dabei ist und man nicht die CD, bzw. die Band wechseln muss, wenn es mal mit einem durchgeht oder man einfach nur schön auf der Autobahn cruisen möchte. Mercenary mit „11 Dreams“ hat alles, was das Autofahrerherz begehrt!

Thomas Schmitt






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