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EmOcean

Label: Al!ve (2004)

“Wer ist denn Hubi Meisel”? “Was ist das denn für ein Name für eine Progressive-Rock / -Metal-Band”? Fragen über Fragen, zu denen hier die Antwort geliefert wird: Hubi Meisel ist ein Sänger und Produzent aus München, der nach der Arbeit als Frontmann von Dreamscape sein Glück auf Solopfaden versuchen wollte, eine multikulturelle Truppe um sich scharte und mit „EmOcean“ eine Konzept-Scheibe über das Bermuda-Dreieck, Atlantis und der Sargasso-See veröffentlicht. Und die Platte, die man als Mischung aus AOR, den göttlichen Ayreon und etwas weniger verfrickelten Dream Theater bezeichnen kann, angereichert mit Meeresgeräuschen und Walgesängen, vermag durchaus zu überzeugen. Hat man sich einmal an den für manche etwas gewöhnungsbedürftigen „schmachtenden“ Gesang gewöhnt, dürfte es Prog-Fans nicht schwer fallen, mit der Scheibe und der aufwändig umgesetzten Story warm zu werden. Jünger härterer Klänge sei aber definitiv ein Probehörgang empfohlen, da die enthaltene Musik eher dem Rock- denn dem Metal-Genre zuzuordnen ist. Um den potentiellen Käufer auf das Album aufmerksam zu machen, wurde auch nicht an der Verpackung gespart; das gut gemachte Cover ist auf jeden Fall als Blickfang zu werten und stimmt sehr gut auf die Geschichte und die musikalische Umsetzung derselben ein.

Wer Musik nur beim Autofahren hört, wird mit „EmOcean“ seine Probleme haben, für den Genuß unterm Kopfhörer oder über eine ordentliche Musik-Anlage kann man die CD jedoch guten Gewissens empfehlen.

Michael Meyer






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