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Immortal

Label: STF Records (2004)

Nach einem 1:32-minütigen Intro, mit Shamanengesang im Hintergrund, folgt der Song ‚Mind Cohesion’ der längste Song des Debüt-Albums der Recken um Medusa’s Child. Aber bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der CD offenbaren sie so ziemlich ihr ganzes musikalisches Repertoire: harte Riffs, treibende Drums, cleanen und sauberen Gesang der einer Powermetalband mehr als nur standesgemäß ist, nämlich verpflichtend. Groovig, energiegeladen, atmosphärisch und inspirierend, was die eigene Phantasie angeht. Zweifelsohne handelt es sich bei ‚Mind Cohesion’ um einen Midtemposong, allein schon diese Songanordnung zeigt eine gewisse Eigenständigkeit, denn normalerweise kommen solche Songs erst in der Mitte des Albums, nicht hier. Ebenso trifft man recht selten gnadenloses Gefrikel auch eher bei den Uptemposongs an, nicht hier. Hier haben wir also eine Scheibe die sich gegen die allgemeinen Gewohnheitsrituale dieser Branche aufstellt. Allein dadurch haben sie eine kleine Nische für ihre Musik geschaffen. Kräftig, schwungvoll geht es dann mit ‚Mother Earth’ weiter, einer dieser Speedrocksongs. Alles wird astrein dargeboten, dies kann ohne Übertreibung gesagt werden. Mit ‚Tears Of The Wolf’ haben wir dann einen der schönsten Songs auf diesem Album. Hierbei könnte es sich um ein Paradebeispiel handeln wie sich eine Ballade anhören sollte, sowohl stimmlich als  auch kompositorisch eine Trommelfellweide.

Vornehmlich Midtemposongs lassen sich auf diesem Album finden, somit ist dieses Album auch definitiv Familienabend geeignet. Es lädt ein zum träumen, schmusen usw. Mein Tipp: Ein sehr gelungener Einstand!

Carsten Rothe






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