Reviews

Medication
Prince Valium

Label: Locomotive Music (2002)

Die Band Medication hat / hatte viele populäre Namen in ihrem Line-Up auszuweisen: Unter anderem Logan Mader von Machine Head (g), Whitfield Crane von Life Of Agony bzw. Ugly Kid Joe (v) oder Robert Trujillo von Ozzy Osborne (b) gaben oder geben immernoch ihr bestes bei der einstmals ´Pale Demons´ gerufenen Formation Medication. Mit ihrer neuen CD „Prince Valium“, aufgenommen von Bill Kennedy (Monster Magnet, Nine Inch Nails) unter der Schirmherrschaft von Lokomotive Music wollen die Jungs das einst bei den gestandenen Bands erlernte Können an Instrumenten und Mikrophon in einer eigenen CD umsetzten. Das selbstbetitelte Debütalbum erhielt 2001 gute Kritiken, was schon mal einen gewissen Grad Akzeptanz nach sich zog. „Prince Valium“ soll diese Popularität nun weiter forcieren und hat 13 Argumente im Gepäck, um dieses Ziel zu erreichen. Der Opener ‚Loaded Gun’ beispielsweise schafft eine bedrückende Stimmung, größtenteils durch die gedrungenen Vocals insbesondere im Refrain und die etwas schleppend wirkende Musik hervorgerufen. Vom Gesang her könnte man die Band auch locker als Gothic-orientiert bezeichnen, der Sound aber ist eine Ecke härter angehaucht. Besonders bei ‚No Direction’ wird diese Härte in sehr melodischer Form umgesetzt. ‚Super Pop’ aber ist ohne Frage für mich der interessanteste Song der CD, durch seine Stilwechsel, die anfangs etwas durcheinander wirken, was sich bei mehrmaligem Hören aber als falsch herausstellt. ‚Underground’ ist einer der softeren Lieder des Albums, ganz im Gegensatz zu ‚End Of Ends’, bei dem wieder die High-Heads des Schlagzeugs ordentlich Arbeit bekommen, genau wie die Stimmbänder des Sängers. Mit dem besten Song der CD - ‚Inside’ (kurz aber geil!) - wird der Hörer dann entlassen. Für Freunde von Life Of Agony mit viel Hard-Rock Zusatz ist „Prince Valium“ eine gute Ergänzung im CD Regal, aber leider nicht der Knaller, den man mit einer solchen Besetzung erwarten konnte.

Thomas Schmitt






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