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Melon Demon Divine

Label: Frontiers Records (2004)

Ewigkeiten ist es her, dass Kee Marcello angefangen hat Musik zu machen. Dabei hat er sehr viele Stationen durchlaufen und bei diversen Projekten mitgewirkt, aber angefangen hat alles mit einem Pakt den er als Kind mit seinem Freund abgeschlossen hat. Damals spielte er Gitarre eher auf einem Tennisschläger, hatte aber schon den Willen ein professioneller Musiker zu werden. Er schloss sich mit einigen Freunden zusammen, nachdem er zu Weihnachten 1974 endlich eine Gitarre zu Weihnachten bekam. Das Ergebnis dieses Anfangs war nach langer Reise die Band Easy Action mit der Kee berühmt wurde. Dann bekam er das Angebot zu Europe zu kommen, als das Album „The Final Countdown“ schon aufgenommen war und nur noch auf den Release wartete. 1992 nach der wichtigen Zeit mit Europe gab es dann das Solodebüt. Heute wird diese Geschichte mit Melon Demon Divine weiter geschrieben. Kee ist gewachsen und hatte die Möglichkeit die Aufnahmen alle im eigenen Studio zu machen, somit waren die Möglichkeiten grenzenlos.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen denn schon beim zweiten Titel ‚E.M.D.’ findet man einen hitverdächtigen Ohrwurm auf dem Werk. Das „Everything Must Die“, was E.M.D. ausgeschrieben bedeutet, muss man einfach mitsingen. Der harte Musikstil passt zur etwas helleren Stimme von Kee und die Professionalität, die er über die Jahre mit Easy Action und Europe angesammelt hat, gibt die Musik spürbar wieder. In fast jedem Song hört man ein geniales Solo des anerkannten Gitarrengottes. In ‚Raptor’ hört man direkt nach einem etwas langsameren und poppigen Titel wieder die aggressiven Riffs von Kee zusammen mit dem Ruf nach Raptor. Der Text ist etwas einfacher gestaltet, aber das macht der Virtuose an seiner Gitarre wieder Wett, außerdem kann man das Raptor des Refrains jedes Mal mitsingen, was den Song sehr eingängig macht. Eigentlich kann man jeden Song herausheben und es ist für jeden etwas dabei, der Gitarren nicht allzu sehr hasst, vom langsamen Popsong bis hin zu leichten metalmäßigen Tönen.

Man sollte mal reinhören und sich ein Bild über Kee und Melon Demon Divine machen, vielleicht zollt der eine oder andere den grandiosen Fähigkeiten des Musikers dann auch seinen Tribut.

Winfried Bulach






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