Reviews

More Seduction

Label: Go Kart Records (2002)

Vor mir liegt nun das zweite Werk der Band Manda And The Marbles. Stopp da muss man einiges korrigieren, zwar stellt „More Seduction“ den zweiten Output dar, aber dieser Silberling ist die exakte Kopie ihres Debüts „Seduction“, Manda und Co haben lediglich ein paar Bonustracks hinzugepackt und schon war das neue Release im Kasten...

Manda und ihre zwei Marbles machen auf ihrem "zweiten" Album richtig stimmungsvollen und popigen Punk’n’Roll, der leicht zu genießen ist, aber einem auch schnell auf den Geist gehen kann, denn viel Abwechslung wird während der 38 Minuten nicht gerade geboten. Nimmt man nur den Opener ‚Dangerous’, dann freut man sich auf ein gelungenes und popiges Punk’n’Roll Album und wünscht sich mehr Nummern wie der Opener. Ob nun ‚Left Behind’ oder ‚Wanna Go Home’ alle bisher genannten Songs schlagen in die selbe Kerbe: schöne Refrains, herrliche Backing Vocals, gute Rock’n’Roll Gitarren und einen Eingängigkeitsfaktor der kaum zu schlagen ist. Doch der kritische Zuhörer muss bis zum sechsten Song warten bis zumindest ein wenig Abwechslung in die Songs kommt. Im Fall ‚Fast Cars’ wird der Song zum ersten Mal mit ein wenig Keyboardsound unterlegt, was zur Folge hat, dass dieser Track als erster wirklich haften bleibt. An achter Stelle darf man abermals aufhorchen, denn in ‚Hey!’ gehen Manda And The Marbles etwas härter zur Sache und auch der Chorus klingt leicht sonderbar im Vergleich zu den anderen 11 Songs. Also wird doch noch was aus dem Trio. Ehrlich gesagt - nein, denn die drei verfallen wieder in ihre Monotonie der ersten fünf Songs. Mit dem zwölften Song ‚Seduction’ vernimmt man das letzte Lebenszeichen von Manda und ihren Marbles, versöhnlicherweise gehen die drei nochmals richtig ab und legen einen gelungenen Abgang hin.

Trotz der streckenweise auftretenden Monotonie der Songs machen Manda And The Marbles einen guten Job und liefern ein durchschnittliches zweites Debüt ab, das auf jeden Fall die Zeit bis zum nächsten Dance Hall Crashers Album überbrücken sollte.

Nils Manegold






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