Reviews

Gaia

Label: Locomotive Music (2003)

Da sind sie wieder, unsere geliebten acht spanischen Folk Rock Seniores. Mit diesem Album dürften sie ihre Fans ein klein wenig überraschen, denn im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, der allerdings eine Live CD war, ist diese Platte, eine etwas leichtere Kost geworden. Mehr Rock, weniger Doublebass, aber immer so geil wie zuvor. Die Flöten und die Fidel sind natürlich auch wieder mit dabei. Auch wenn diese Platte nicht so abgeht wie gedacht, so lassen sich trotzdem grandiose, mitreisende und stampfende Rhythmen finden, die einen das ganze Album über, auf einer Gesamtspieldauer von 1 Std und 12 Min, begleiten, umgeben. Sprichwörtlich mitreißen.

Glanzlichter sind u.a. der Titelsong ,Gaia’ oder auch ,Van A Rodar Cabezas’, diese Songs sind für mich die eindrucksvollsten Belege für die musikalische Weiterentwicklung, dieser schon so lange im Geschäft befindlichen Band und gleichzeitig zeigen sie ihre Wurzeln, die wir kennen und schätzen. Dieses Album zeigt einige neue Facetten auf, der Spannungsbogen, wie es sich für eine gute Platte gehört, wird wie selbstverständlich von Mägo kräftig gespannt. Aber bestimmt nicht überspannt.


Mägo standen und stehen für einen guten, technisch versierten und weiterentwickelnden Rock aus Spanien, der hoffentlich spätestens mit „Gaia“ auch in unseren Gefilden den Stellenwert haben sollte wie die Jungs ihn in ihrer Heimat bereits haben. Bei diesem Album kann man nur in Superlativen reden. Zauberhafte Melodie, eine Stimme die sehr einprägsam, fast schon unvergesslich ist. Dazu noch eine eigene Stilistik und das schafft nur eine Band: Mägo De Oz. Drum folgender Tipp: Hört rein, staunt und kauft.

Carsten Rothe






Musicload