Reviews

Mother Trudy

Label: Stickman Records (2018)

Ein Debüt ist zu verkünden, eine Hardrock Band die sich und ihre Zukunft im Rock der 70iger und 80iger Jahre sieht, natürlich mit Standbein im 21. Jahrhundert. Jedoch entspringen sie und das hört man bei jedem Song der intensiv Gitarristen-Fraktion. Ein Riff jagt das nächste, Soli über diverse Bünde und in schwindelerregende Höhen, aber nicht überfrachtend oder erschlagend an der Grenze zum Nerven. Nein, feinfühlig, den Song du die Vocals unterstützend, denn diese Vocals haben auch ihre eigenen Charme mit der eingebrachten Stimmfarbe, leicht anrüchig und eine schöne Tiefe, auch wenn es in diese nur seltener geht. Und wo kommt nun einen solche Band her? Natürlich aus Schweden, genauer gesagt aus Oslo.
 
Ihre Agressivität ist bei jedem einzelnen Song hör- und spürbar. Die technische Finesse ebenso. Als Lauschproben würde ich euch ‚Piece by Piece‘ anbieten wollen. Ein ebenso auf Attacke ausgelegter Song ist ‚Running Hot‘, man könnte diesen Song als Stellvertreter für das ganze Album nehmen, denn das macht einfach Lust auf mehr. ‚Feeling Good‘ ist aber nicht zu verachten. Grundsätzlich ist das ganze Album geeignet um angetestet zu werden.
 
Mein Tipp: Ein sehr schönes, eindrucksvolles, technisch sehr versiertes Debüt, welches seine Fans im Hardrock als auch bei den Anhängern des NWOBHM finden dürfte, da es doch auch sehr harte Stellen hat, leicht punkig und immer diesen Garagen-Charme versprüht. Einfach ein geerdetes Album. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
9/10
 
Car Sten