Reviews

Morse, Neal
The Similitude of a Dream

Label: Metal Blade (2016)

Seit vielen Jahren höre ich Bands wie Spock's Beard, Transatlantic oder aber auch die Neal Morse Band bzw. seine Soloplatten. Ich fand sein Songwriting und die individuellen technischen Präsentationen seiner Mitmusiker immer stimmig, konnte mich aber letzten Endes nie zu 100% für die Musik erwärmen, erschien sie mir doch letztendlich immer ein wenig zu kalkuliert und daraus resultierend ein wenig zu kühl. Das ist mit "The Similtude Of A Dream" nun anders. Wie reinster Nektar fließt mir die Musik trotz aller anfänglicher Skepsis in die Gehörgänge, setzt sich dort fest und schreit förmlich nach einer nicht enden wollenden Dauerberieslung. Schon das Austauschen der ersten CD zugunsten der zweiten erscheint mir ast als illegitime Unterbrechung des Klangflusses.

Ich weiß ja nicht, was Neal Morse da vor der Aufnahme dieser (wieder einmal) Konzeptplatte eingeworfen hat, aber es war verdammt guter Stoff. Beatleesque Harmonien wechseln mit Progrockversatzstücken, streckenweise ungewohnt metallisch. Für mich bislang die konziseste Arbeit der Herren Morse und Portnoy.

Frank Scheuermann

10/10