Reviews

Wings Of Heaven Live

Label: SPV (2008)

Über die professionelle Einstellung eines Tony Clarkin braucht man genauso wenig ein Wort zu verlieren wie über die gesanglichen Qualitäten eines Bob Catley. Das Gleiche gilt für die Songs von Magnums wohl erfolgreichster Scheibe "Wings Of Heaven" aus dem Jahr 1988. Nun ist es in den letzten Monaten zur Mode geworden, komplette Platten am Stück auf die Bühne zu bringen. Queensryche haben das vorgemacht und WASP und einige andere haben nachgezogen. Nun sind eben Magnum mit einem Meilenstein des melodisch-epischen Hardrocks der 80er am Start.

Und wo Magnum draufsteht, da ist auch wirklich Magnum drin! Auf dem ersten Silberteller präsentieren uns die Recken der Bombastrock-Legende viele ihrer Klassiker, angefangen vom Debüt "Kingdom Of Madness", über den Obertitel von "On A Soryteller's Night" , "How Far Jerusalem" bis hin zu Epen des letztjährigen Outputs "Princess Alice And The Broken Arrow". In der üblichen, sich durch absoluten Perfektionismus auszeichnenden Weise fegt die Band von Klassiker zu Klassiker. Schade nur, dass zwischen den Songs zuweilen ein- und ausgeblendet wird, was das Live-Feeling ein wenig hemmt.

Der zweite Silberteller ist fast ausschließlich der Oberplatte "Wings Of Heaven" gewidmet, die durch die Neuinterpretation deutlich an Leben gewinnt. Als Schmankerl zum Ende hin gibt es noch die Übernummer 'Sacred Hour' vom legendären "Chase The Dragon" Epos.

Für alle Fans ist die Scheibe sowieso Pflichtanschaffung. Alle anderen, die von großartigen Melodiebögen nicht automatisch allergische Anfälle bekommen, sollten auf jeden Fall einmal hineinhören.

Frank Scheuermann 






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