Reviews

Eat Me, Drink Me

Label: Universal (2007)

Hier ist es nun, das sehnsüchtig erwartete und von vielen Medien gehypte Album vom Schock-Rocker aus dem Land der Unbegrenzten Möglichkeiten. Man kann sagen, es ist ein klassisches Goth-Album. Thematisch, wie von Manson erklärt, spiegelt es seinen gegenwärtigen Gemüts- als auch Seelenzustand wieder - sprich sehr depressiv! Dies ist die eine Seite der Medaille, die Andere ist, dass er diese Platte schrieb um jemanden zu verführen. Wer könnte das wohl sein?

Nach aber nun vier Jahren und von diesem Punkt aus, ist meiner Meinung dieses Album zu bewerten, ist es ein gutes Album geworden. Man hört eindeutig den frischen Wind, es ist noch düsterer als die vorherigen Alben, melodiöser, melancholischer und auch eingängiger. Mit dem Namen Manson einher geht ja auch die Begrifflichkeit der Provokation und diese ist ihm sehr gelungen. Dieses Album ist für alle frisch und schon länger getrennten Personen eine Ode. Nehmen wir nur mal den Song 'Just A Car Crash Away' - genau hier wird dieser Zwiespalt vertont, die Liebe brennt und verbrennt alles, alles was gesagt oder auch getan wird...Tiefgreifend, fast schon philosophisch wird sich hier, aber auf dem gesamten Album, die Frage was ist Liebe und wie sich Liebe zeigt und wozu Liebe führen kann.

Wer mit diskutieren will ist herzlich eingeladen, denn Antworten gibt es nicht, die kann, wie so oft, nur jeder für sich selbst finden und definieren.

Ein weiterer Tipp zum Lauschen wäre: 'Heart - Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)' - dieser Song erinnert sehr stark an das Borderline-Syndrom und was dieses möglicherweise bedingen kann. Oder auch 'Evidence'. Jeder Song ist prädestiniert für eine gepflegte Diskussionsrunde...

Mein Tipp: Inhaltlich bietet das Album reichlich Gesprächsstoff und musikalisch ein weiterer Schritt in Sachen Personal-Manson-Stile! Sehr hörenswert, Daumen hoch!

Car Sten