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Mastery Of Self

Label: Escapi Music Group (2006)

Ööööörks, was für eine furchtbare Scheiße! Ich glaub, ich muß gleich erstmal kotzen gehen! Da kucken mich zwei komische Weiber und zwei noch komischere Herren auf dem Backcover an und wollen mir wohl sagen: "Lieber Micha, mach das Ding bloß nicht in deinen Player!". Aber ich blöder Ochs hab die Message wohl nicht verstanden und wurde furchtbar bestraft! Vielleicht hätte ich einfach den programmatischen Titel des Openers 'I Ache' lesen sollen, um zu wissen, wie's mir nach dem Hören dieser Nummer gehen könnte. Aber nein, auch dieser Hinweis ging an mir vorüber. Uiiiii, aber die Guano Apes-Verneigung beim dritten Song 'On The Line' ist natürlich ganz große Klasse! In etwa genau so toll wie meine handwerklichen Fähigkeiten, über die ich hier aber keine großen Worte verlieren will. Obwohl, wieso eigentlich nicht? Vielleicht interessiert es den ein oder anderen ja, dass ich gerade mal einen Nagel geradeaus in die Wand hauen kann, Geräte wie Bohrmaschinen, Schleifer, Ketten- und Kreissägen aber lieber vor mir Reißaus nehmen. Ich merke gerade, über mein Können im Heim- und Handwerksektor zu referieren ist um einiges spannender als der "Mastery Of Self"-Witz, der meine Ohren ja immer noch penetriert. Ooooh, schon wieder 'Lords Of The Board'-Pseudo-Gerappe! Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich die Guano Apes zusammen mit Tokio Hotel und Nena für das schlimmste halte, was Deutschland dem wehrlosen Hörer antun kann, bzw. konnte? Sozusagen die Dreifaltigkeit des Antichristen, der mir folgsamem Jünger das Ohr bluten lässt.

Scheiße, jetzt bin ich schon bei Song Nr. 5 angelangt und es wurde immer noch nicht besser. Höre ich da nach nem bescheuerten Intro gaaaaanz furchbar böses Slipknot-/Korn-Gezappel raus? Jedenfalls klingt's nicht mehr nach den Affen, besser allerdings auch nicht. Man kann wenigstens mal normalen Frauengesang vernehmen, jedenfalls ganz kurz. Hätte man diesen ausgeschnitten und ohne Musik auf die CD gepresst, wäre diese zwar recht kurz, aber um ein vielfaches besser ausgefallen. Dann wäre uns wenigstens so ein Dreck wie das folgende 'Run Far From Me' erspart geblieben. Jaaaawoll, schon wieder so ein programmatischer Titel! Ganz schnell weg von diesem Müll. Zum Glück kann man manche CDs auch Untersetzer für Bierhumpen gebrauchen!

Michael Meyer 






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