Reviews

Borders & Boundaries

Label: Fat Wreck Chords (2000)

Nun ist es endlich da, das von mir lang erwartete neue Album von Less Than Jake. „Borders and Boundaries" heißt das Teil und beweißt eindeutig, dass sich die Band weiterentwickelt hat. Vom musikalischem Aspekt her konnte man die Band nie als durchschnittlich bezeichnen, sondern eher außergewöhnlich, was auch der neue Longplayer klar verdeutlicht. Es sind nicht mehr überwiegend verspielte oder alberne Songs dabei, sondern man kann es als eine Mischung von deren Können bezeichnen. Sie spielen von der langsamen und eingehenden Ballade (wenn man es so bezeichnen darf) ,Look What Happened’ über den Chartsong a la Blink 182 ,Is this thing on?’ bis hin zum ziemlich heruntergerotzten Song ,Bigger Picture’. Die übrigen 12 Titel sind nach der typischen Less Than Jake Manier, allerdings haben die sechs Jungs auf fast jegliche ohohooh-Parts verzichtet, die die meisten Songs ausgemacht haben. Überraschenderweise haben sie die Scheibe mit zwei Gitarren eingespielt, so kommt der wie immer perfekte Sound der Buben noch besser zur Geltung. Natürlich darf auch auf dieser CD eine Hymne der Band nicht fehlen, ,Gainesville Rock City’ heißt das gute Teil und weist stark auf den rockigen bis metallischen Hintergrund der Band hin, außerdem ist der Song eine Art Liebeserklärung an ihre Heimatstadt Gainesville. Fehlt nur noch darauf hinzuweisen, dass sich eine Trillerpfeife in die Aufnahme ´verirrt´ hat (wer suche der finde).
Zum Schluss muss ich Fat Mike doch mal widersprechen, er meinte das wäre die beste Ska-Punk-Scheibe, die er je gehört habe, meiner Meinung nach ist die „Hello Rockview“- CD besser gelungen. Das kommt natürlich auch darauf an was man lieber hört Ska-Punk oder reinen Punk, für zweites wäre die neue Scheibe sicherlich lohnenswerter.

Nils Manegold






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