Reviews

Last Autumn's Dream
II

Label: Frontiers Records (2005)

Nach vergleichsweise kurzer Zeit stellt eine der Melodic Rock Hoffnungen des Vorjahres, Last Autumn’s Dream, nach nur zwölf Monaten das zweite Produkt vor. Die Band um Mikael Erlandsson (vocals), Andy Malecek (guitar, ex-Fair Warning) und die beiden ex-Talisman-Musiker Marcel Jacob (bass) und Jamie Borger (drums), der den ex-Europe/Glenn Hughes Drummer Ian Haugland ersetzt, werden noch von Thomas Lassar an den Tasten ergänzt, der manchen noch von seiner Arbeit für die schwedischen Melodic Recken Crystal Blue bekannt sein dürfte.

An der Marschrichtung hat sich seit dem Erstling nichts grundlegendes geändert: stilvoll arrangierte, sorgfältig auskomponierte Songs mit einem Anflug progressiver Elemente sorgen für einen angenehmen Hörgenuss und Einsetzbarkeit dieser Musik jenseits des für diese Gattung leider viel zu häufigen Bügel-, Fahrstuhl- und Supermarktcharakters. Die schwedisch-deutsche Kooperation weiß über die gesamte Spielzeit von fast 52 Minuten mit ihren vornehmlich im getragenen Midtempobereich angesiedelten Songmaterial zu überzeugen.

Klar, dass man mit dem gebotenen Stil weder einen Originalitätspreis noch hierzulande eine hohe Chartsplatzierung für sich beanspruchen kann, aber zu einem ordentlichen Stückchen vom großen Erfolgskuchen könnte es immerhin im Land der aufgehenden Sonne reichen, worauf auch die bereits gebuchte Japantour in diesem Frühjahr schließen lässt. Sollte sich noch weiterer Erfolg im guten alten Europa einstellen, dann ist es durchaus möglich, dass uns die Herren dann auch noch im Laufe des Jahres beehren werden.

Fazit: Sehr solides Handwerk, gefällig umgesetzt, ohne großen Innovationscharakter. Wir drücken Euch die Daumen!

Frank Scheuermann






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