Reviews

Coldness

Label: Century Media (2004)

Nachdem der erste Plattenrohling des Goldkehlchens Kotipelto von Stratovarius als ein absoluter und abgefeierter Hit in den unendlichen Weiten des Powermetal-Sektors einschlug, dachte sich Kotipelto, da sein Cheffe Herr Tolkin mal wieder Strato eine schöpferische Pause verpasste (und den Split von Stratovarius), dass er eigentlich gar nicht so müde ist und lud fast die komplette Besetzung des ersten Albums „Waiting For The Dawn“ in die Beyond Abilities Studios ein. Zusätzlich wurde noch Antti Wirman (Warmen / Craydawn) als neuer Lead-Gitarrist angeheuert. Somit hat sich das Who-Is-Who des nordischen Power/Melodic-Metals bei Kotipelto erweitert und verspricht alleine schon durch das Line-Up ein Knaller zu werden. Aber, es wurde mehr…

„Coldness“ stellt ein sehr abwechslungsreiches Album dar, welches von Up-Tempo, bis fast schon Hard-Rock reicht. Kraftvolle, druckvolle und epischen Songs die kein Auge trocken lassen. Beispiele für die Lauschprobe? Da wäre schon mal die Single zu erwähnen ‚Reasons’, dabei handelt es sich um den Hard-Rock-Part des Albums, des Weiteren wäre noch ‚Can You Hear The Sound’ oder ‚Seeds Of Sorrow’ oder auch ‚Evening’s Fall’ zu empfehlen.

Bei diesem Langeisen hat Kotipelto endgültig bewiesen, dass er auch ohne Herrn Tolkin grandiose Alben komponieren und darbieten kann. Live hat er dies auf dem 2002-er W:O:A bewiesen plus diverser Konzerte. Allgemein glaube ich einen Wechsel weg vom Power hin zum Melodic-Metal-Sektor hören zu können. Trotzdem ist und bleibt Kotipelto mit „Coldness“ ein gutes wenn nicht sogar ein geniales Album gelungen. Wenn bei jedem Album eine solche Steigerung stattfindet, darf man schon äußerst gespannt sein auf die dritte Scheibe. Doch zuvor erst mal das Zweite. Mein Tipp: Reinhören Pflicht, für den Kauf sorgt das eigene Gewissen!

Carsten Rothe