Reviews

Kleinkrieg
Säure

Label: SPV (2001)

„Für das, was Du uns jetzt bescheren wirst, danken wir Dir, oh Herr!” Dies ist das der Spruch, mit dem man in die CD „Säure“ von Stefan Klein(krieg) eingeführt wird und der mächtige Erwartungen aufkommen lässt. Zu aller erst aber mal ein Wort zum Hauptakteur dieser CD, Stefan Klein alias „Kleinkrieg“: Seit 1978 (!) macht der Virtuose nun schon Musik, in diesem Jahr gründete er auch die Band Extrabreit in der er auch bis zur Auflösung der Band 1998 Gitarre spielte und mehrere Alben veröffentlichte bis 1984 mit seinem ersten Soloalbum „Nur für Jungs“ als Kleinkrieg sein Karriere sozusagen neu startete. Unzählige Tourneen, Goldene Schallplatten und Zusammenarbeit mit Künstlern wie Hildegard Knef, Harald Juhnke oder Udo Lindenberg machten Stefan Klein sehr bekannt. Im Jahr 2000 starteten dann die Aufnahmen zur vorliegenden CD „Säure“. Wie schon gesagt, man geht mit sehr hohen Erwartungen an die CD heran und wird dann aber leider etwas in diesen Enttäuscht. Gleich das erste Lied, der Titeltrack ‚Säure’ besitzt nicht die vollendete Klasse, um große Dinge mit dieser CD zu reißen. Hört man die CD weiter, fällt einem auf, dass sich die Songs in ihrer Grundstruktur alle sehr ähnlich sind, nur sind sie anders verpackt. Nach dem schwachen Beginn steigert sich die CD zwar mit den Songs ‚Spring’ und ‚Süchtig’, große Sprünge nach vorne werden aber leider nicht gemacht. Sicherlich ist diese CD eine gute Anschaffung für Freunde von Rammstein oder Stahlhammer, die mit Industrial und Electronic Sound gerne spielen und auf einfache aber durchschlagkräftige Textwahl stehen, aber dem Intro-Satz dass wir dem Herrn für diese CD zu danken haben wird der Inhalt leider nicht ganz gerecht.

Thomas Schmitt






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