Reviews

Hosannas From The Basement Of Hell

Label: Edel (2006)

Die nun schon seit 27 Jahren existierende Band um Frontmann Jaz Coleman inspirierte in der Vergangenheit und in der Gegenwart eine nicht unansehnliche Schwadron von namhaften Bands wie Nirvana (RIP), Metallica, Ministry, Fear Factory oder ähnliches. Allein dies zeigt schon den Stellenwert, den Killing Joke in der internationalen Musikwelt einnimmt. Nichts desto trotz oder eventuell gerade deswegen angespornt oder inspiriert, folgt Veröffentlichung auf Veröffentlichung. All das was auf dem letzten Tonträger als Live-Album veröffentlicht wurde, findet sich mit neuen Texten und neuen Rhythmen auf dieser Scheibe wieder: ungebrochene Aggression, Dunkelheit und stürmische Schönheit.

Der Gesang erinnert an eine andere Band, ähnlichen Baujahrs. Rotzig, verraucht, hart, laut und kultig - Hallo Lemmy! Rotzig, rockig, Rock’n’Roll, die Amps voll aufgedreht und dann den Song ‚Majestic’ oder ‚Lightbringer’ anwählen und die fast vergessene, zum Teil eingestaubte, Rocker-Seele blüht auf. Harte, brachial anmutende Riffs, gnadenloses Schlagzeugspiel und diese Stimme...Aber auch Überraschungen lassen sich finden, nehmen wir nur mal den Song ‚Invocation’, nicht jeder Song bedarf einer mehrstrophigen Vocalline.

Innovativ, überraschend, Old-School in neuem Gewand, ein Hauch Nostalgie - dies sind die Inhaltsstoffe, die Würze dieses Album, die selbiges so klanggewaltig erscheinen lassen und die Pumpe höher schlagen lässt. Mein Tipp: Ein herrliches Album. dreckig, rotzig und und und!

Carsten Rothe






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