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Pedal To The Metal

Label: SPV (2005)

Lange Zeit habe ich Impellitteri komplett aus den Augen verloren und kann nicht beurteilen, ob diese Annäherung an die Moderne erst seit neuestem geschehen ist, oder auch schon vorher sich bemerkbar machte. Tatsache ist, dass „Pedal To The Medal“ stark von Werken wie „Eye Of The Hurrican“ oder „Screaming Symphony“ abweicht und mit ‚Crushing Daze’ sogar einen Nu-Metal-Nerver erster Kajüte an Bord hat, inklusive Slipknot/Korn-mäßiges Rumgeschreie. Keine Ahnung, von welchem Teufel Saitenhexer Chris Impellitteri da geritten wurde. Zumindest hat er diesem missglückten Experiment mit ‚Destruction’ und dem mit Klavierpassagen unterlegten ‚Judgement Day’ zwei Songs in alter Tradition an die Seite gestellt, der etwas den Glanz vergangener Tage aufblitzen lässt. Diese Glanzpunkte werden jedoch von dem ganz extrem schrecklichen Faith No More-mäßigen Totalausfall ‚Punk’ komplett zunichte gemacht. Spätestens an dieser Stelle darf bezweifelt werden, dass der immer noch vortrefflich solierende Mastermind das Album in nüchternem Zustand aufgenommen hat. Wenn Eminem textlich schon verarscht wird, dann bitte auch mit einem anständigen Song!

Um nicht komplett falsch verstanden und als altmodischer Ignorant bezeichnet zu werden, Songs wie der Opener ‚The Iceman Cometh’ oder ‚Hurricane’ sind keinesfalls schlecht, erinnern jedoch eher an moderne Vicious Rumors als an den eigenen Backkatalog und verwirren den Fan anfangs. Ansonsten hat „Pedal To The Metal“ durchaus seine Momente und kann stellenweise gar begeistern. Ein Fehlkauf sieht definitv anders aus, ein Pflichtkauf jedoch auch!

Michael Meyer






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