Reviews

Seventeen Days

Label: Republic Records (2005)

Meilensteine im Lebenslauf von 3 Doors Down zu suchen ist keine schwere Arbeit. 1998 formierten sich Brad Arnold, Matt Roberts, Todd Harrell und Chris Henderson zu einer Band und brachten zwei Jahre später ihr Debüt, das einschlug wie eine Bombe. Mit ‚Kryptonite’ schwappte ihre Welle sogar über den großen Teich und machte sie in Deutschland bekannt. Wieder zwei Jahre später kam „Away From The Sun“ welches mindestens ebenso großen Erfolg hatte wie der Vorgänger und dem Quartett das Sprengen der 10 Millionen Tonträger Grenze ermöglichte. Nach einer EP im Jahr 2003 kommt nun, wieder im Zwei-Jahres-Takt, ihr neues Werk, „Seventeen Days“.

Seit ihrem Debüt hat sich bei den vier Jungs soundmäßig Einiges getan. Die Gitarren klingen voller und rockiger was gleich beim ersten Track des Albums klar wird. Das erste Riff zeugt bereits vom Talent, das in den sieben Jahren Bandgeschichte in zahlreiche Songs geflossen ist. ‚Right Where I Belong’ ist mit der beste Track, den das Album hat und sollte auf jeden Fall angehört werden. Weichere Klänge gibt es im ‚Here Without You’ Nachfolger ‚Let Me Go’, der beachtliches Chartpotential aufweist. Eine Ohrwurmmelodie begleitet hier den sanften Gesang von Brad, der den Hörer damit verzaubern möchte. 3 Doors Down sind ohne Balladen eigentlich nicht denkbar und so gibt es unter anderen mit ‚Landing In London’ einen langsamen Titel, der sich wie gewohnt um das Thema Liebe dreht. Rocktracks und Balladen haben ähnlich Anteile am Album, wobei man die weichen 3 Doors Down Song nicht empfehlen muss, da die Jungs ein Händchen für Rockballaden haben. ‚Never Will I Break’ ist auf jeden Fall ein Anspieltipps, da er über ein gutes Gitarrenarrangement verfügt und auch sonst zu den etwas impulsiveren Kompositionen auf dem Album gehört. Am Ende gibt es noch einen kleinen Bonus für die Fans. Von ihren früheren Alben hat das Quartett ‚Here Without You’ und ‚Away From The Sun’ als Akustikversion aufgenommen. Die zwei Kracher bedürfen keines weiteren Kommentars, da man diese Songs einfach kennen muss.

Fans müssen hier unbedingt zugreifen, Balladenliebhaber werden vollends befriedigt und auch Rockfans bekommen mit dieser Platte einige gute Titel in ihre Musiksammlung.

Winfried Bulach