Reviews

Bitterness The Star

Label: Roadrunner Records (2002)

Das Cover der CD „Bitterness The Star“ von den 36 Crazyfists gibt beim ersten Blick keinerlei Auskünfte auf Musikstil, Attitude oder Gesangsstil, nur das kleine "Parental Advisory - Explicit Lyric" fällt sofort ins Auge...

Der Name 36 Crazyfists kommt von einem Jackie Chan Film aus den 70er Jahren und passt in dieser Beziehung auch wie die Faust aufs Auge: Hier wird geprügelt, geschlagen und Aggressivität ausgetauscht! Einen sehr interessanten Stil legen die 4 Amerikaner Brock Lindow (v), Steve Holt (g, v), Mick Whitney (b) und Thomas Noonan (d) an den Tag, wild und emotional. Beim ersten Durchhören fällt sofort ‚Bury Me Where I Fall’ ins Gehör: sehr an der Musik von Korn orientiert mit einem eingängigem Rhythmus besticht der Song und wird sofort beim 2ten Durchgang am CD-Player angewählt. ‚Two Months Of A Year’, ‚Left Hand Charity’ (sehr gefühlsvoll!) und ,Ceramic’ sind die nächsten Songs, die in meiner Playlist oben anzusiedeln wäre, da sie vom Melodiegerüst und dem übermitteltem Feeling bei der Musik eine ganze Menge zu bieten wissen. Leider schaffen es die 36 Crazyfists aber nicht mich wirklich mit „Bitterness The Star“ zu überzeugen, da sich fast alle Songs doch sehr ähnlich sind und austauschbar. Für Korn-Fans ist die CD ein gelungener Übergang. Ein treffliches Argument, Gegner des Nu-Metal sich für diese Musikrichtung zu begeistern ist „Bitterness The Star“ aber leider nicht. In der aktuellen Nu-Metal Welle wird es für die 4 Jungs sicherlich schwer werden zu bestehen, da nichts wirklich Bestechendes auf der CD vertreten ist, diese Punkte aber genau eine Top-Band ausmacht.

Thomas Schmitt






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