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A Tragedy In Two Chapters

Label: Eigenproduktion (2005)

7 Years Bad Luck ist eine junge Salzburger Punkrockband ohne Plattenvertrag, jedoch mit viel Talent. Die EP „A Tragedy In Two Chapters“ ist ihre bisher dritte Veröffentlichung und im Vergleich zu den vorigen Werken auch ihre reifste. So hat sich das Trio vom Melodycore der Anfangstage mehr in Richtung Pop-Punk mit melancholischen Untertönen entwickelt und erinnert öfter mal an die grandiosen Alkaline Trio, an Blink 182 und ein bisschen an frühe Saves The Day. Auch an den handwerklichen Fähigkeiten der Drei gibt’s nichts auszusetzen: Tempowechsel am laufenden Band, zweistimmiger Gesang, gute Gitarrenideen, nette Basslines und ein äußerst fähiger Drummer runden das positive Gesamtbild ab. Doch nun zum Essentiellen, den Songs:

Los geht’s mit ‚A Plain Guide’, bei dem man sich an eine äußerst gelungene Mischung aus Alkaline Trio und Blink 182 erinnert fühlt. Es folgt ‚Die (The Next Few Times)’, der etwas mehr in die Blink Richtung zu „Dude Ranch“ Zeiten geht, soll heißen etwas schneller und fröhlicher. Der dritte Song namens ‚Listless’ kommt geschwindigkeitstechnisch wieder etwas gemäßigter um die Ecke und überzeugt mit kurzen Scream Parts und leicht melancholischer Melodieführung. Bei ‚C.O.A.B.I.E.T.L.’ handelt es sich um einen guten Midtempo Song, der einen netten Instrumental Mittelteil vorzuweisen hat. ‚Don’t Smile In Trouble’ erinnert mich besonders von den Gitarrenparts her an frühe Saves The Day und kommt auch in etwa an deren Klasse ran. Der letzte Song ist eine sehr gelungene Akustikballade, die Lagerfeuerromantik heraufbeschwört.

Alles in Allem ist „A Tragedy In Two Chapters“ eine runde Sache geworden und für Sympathisanten oben genannter Bands auf jeden Fall zu empfehlen.

Martin Reiter






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