Stories

Oktober 2001

Ein Interview mit Hollenthon ergab folgendes...

Wie kam es zu Gründung von Hollenthon und wann war das?

Im Sommer 1994 startete ich ein Sideprojekt neben Pungent Stench, welches Vuzem hieß und stark in die Black Metal Richtung ging. Ich habe zwei Songs auf einer Compilation Namens "A.B.M.S. Norici Obscura Pars", auf der diverse österreichische Black Metal Bands vertreten waren, veröffentlicht. Obwohl diese CD im Underground gut ankam, habe ich mit der Arbeit an diesem Projekt kurz pausiert, und als ich anfing, an neuem Material zu arbeiten, unterschied es sich so stark von den Songs, die ich zuvor geschrieben hatte, dass ich mich entschied, den Bandnamen in Hollenthon umzuändern. Nachdem ich einige Demoversionen aufgenommen habe, spielte Silenius von Summoning diesem Max von Napalm Records vor. Es hat ihm gefallen und er bot mir einen Vertrag an, dem ich nicht widerstehen konnte.

Was bedeutet der Name Hollenthon und wie kam er zustande?

Hollenthon ist eigentlich der Name einer Ortschaft in der Buckligen Welt (ein Landstrich in Niederösterreich). Dieser Name gefiel mir deshalb so gut, weil er ein bisschen mystisch klingt. Was Hollenthon genau bedeutet und woher der Name kommt, weiß ich nicht. Bei Auswahl des Bandnamen war also nicht die tiefere Bedeutung ausschlaggebend, sondern einfach nur der Klang.

Wie schwer war es, Bekanntheitsgrad zu erlangen und wer hat euch dabei unterstützt?

In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger aus dieser gewaltigen Masse von Veröffentlichungen herauszustechen. Unser Bekanntheitsgrad steigt daher auch nur langsam, aber doch stetig. Unterstützung haben wir von unserem Label und natürlich den Magazinen erhalten. Viel ist aber auch durch Mundpropaganda der Fans entstanden.

Wie sehr steht ihr in Kontakt mit den Fans?

Wir versuchen den Kontakt zu den Fans so eng wie möglich zu halten, was sich durch die Tatsache, dass wir noch nie Live gespielt haben, natürlich hauptsächlich auf schriftliche Basis beschränkt.

Was waren deine schönsten Momente im Musikerleben, was waren deine Unangenehmsten?

Die schönsten Momente waren die Touren die ich mit Pungent Stench absolviert habe und gleichzeitig waren das auch die Unangenehmsten. Es ist manchmal ziemlich anstrengend mit 15 - 20 Leuten auf so engem Raum wie einem Tourbus wochenlang 'gefangen' zu sein. Da kann es schon mal zu Reibereien kommen und die Privatsphäre ist so gut wie nicht vorhanden. Andererseits spielt man jeden Tag in einer anderen Stadt ein Konzert und das entschädigt einen dann für diese Strapazen.

Ihr verbindet sehr viele Arten von Musik auf euren CDs, auf "Domus Mundi" wurde sogar in vielen verschiedenen Sprachen gesungen. Wie kommt ihr auf diese Ideen und wer setzt das Ganze um?

Die Songs entstehen in meinem Studio. Ich kann wirklich nicht sagen woher ich diese Ideen bekomme, aber ich kann Dir versichern, dass es ein anstrengender und zeitaufwändiger Prozess ist, eine Hollenthonplatte zu machen. Die meisten Instrumente spiele ich auch selber ein, nur das Schlagzeug übernimmt Mike und meine Frau Elena schreibt die Texte und singt auch ein bisschen mit.

Inwiefern unterscheiden sich "Domus Mundi" und eure aktuelle CD "With Vilest Of Worms To Dwell"?

"With Vilest Of Worms..." ist insgesamt einheitlicher als "Domus Mundi" ausgefallen und auch wesentlich härter. Ich habe versucht eine düstere Gesamtstimmung zu erzeugen und der Ethnoaspekt ist auch in den Hintergrund getreten.

Was ist für die Zukunft geplant (Tour,...)?

Wenn alles klappt, werden wir heuer noch auf Europatour gehen und noch einen Song für ein Led Zeppelin-Tribute beisteuern.

Was hörst Du privat?

Hauptsächlich Metal.

Deine Top 5 CDs auf dem Markt?

1. Carnivore - Retaliation
2. Venom - Black Metal
3. Cirith Ungol - Servants Of Chaos
4. Manowar - Into Glory Ride
5. Repulsion - Horrified

Thomas Schmitt






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