Konzerte

Nachtgeschrei
Delva

17.März bis 17.März 2017

Ein lauer früh Frühlingsabend in Kaiserslautern vor der Kammgarn, genauer gesagt dem Cotton Club, stand an um der Tour von Nachtgeschrei ihre Aufwartung zu machen. Die Herrschaften hatten sich für diesen Abend die Band Delva aus München ausgesucht um ihnen als Support voran gestellt zu sein.
 
Delva sind Folk Akustik, eigentlich ein Trio, heuer aber aus nicht näher benannten Gründen nur ein Duo. Das hielt die blinde Sängerin und Pianistin oder Flötistin oder Rahmentrommelspielerin Johanna mit ihrem Gitarristen Michael, mal mit Westerngitarre, dann mit einer 12-Saiter Westerngitarre oder zeitglich mit einem Bassdrum und via Fußpedal bedienten Schellenkranz, nicht ab die Anwesenden in ihren Bann zu ziehen. Mit einfühlsamen Nummern, die alle eine gewisse Melancholie in sich hatten und alle leicht schwarz geprägt waren. Zum Ausgleich, dass die Violinistin, die Nummer drei der Band, nicht da war, sprang Laui mit ihrer Drehleier ein und performte so gleich zwei Songs mit. Sei es ‚Frühling‘ oder ‚Schwarz & Weiß‘ oder auch ihre beiden Irish Folk Songs, die sie zum Besten gaben. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle ‚Hill of the Thieves‘. Die Zeit wurde auch genutzt um auf die Eigenproduktionen hinzuweisen. Nach 45 Minuten war der Gig leider schon vorbei.
 
Nun waren die Headliner des Abends dran die Anwesenden, von denen es ruhig hätten mehr sein dürfen, zu beglücken. Und dies taten sie auch mit einer sehr vollen Setlist von knapp 20 Nummern. Mit sechs Songs vom aktuellen Album „Tiefenrausch“ gab es noch reichlich Platz um älteres Material nochmals zu zeigen. Der Opener war aber ganz klar der Titeltrack zum aktuellen Album. Musikalische Prominenz war auch vertreten, Alea von Saltatio Mortis, war unter den Anwesenden gesichtet worden. Zu dem Song ‚Heldenmut‘ gab es kurz eine Erklärung für wen dieser Song wäre und auch warum … Die Zwiesprache mit den Fans, egal ob von Martin oder Laui, war einfach super. Die Fans gingen alles mit auch das „Spiel“, bei dem zwei Teams auf Zuruf gegeneinander auf der Stelle springen sollten, am Ende war jeder Fan ein Gewinner, denn diese Show machte Spaß und muss man gesehen haben. Jeder poste auf der Bühne bei jedem einzelnen Song, auch wenn sie sich ab und an in die Quere kamen auf Grund der Größe der Bühne, dies störte aber niemanden. Die Gespräche mit den Fans von der Bühne herunter machten auch Spaß und wirkten gar nicht aufgesetzt oder gar „erzwungen“, frei von der Leber weg, das ist der Weg von Nachtgeschrei. Ehrlich, liebevoll, nett aber auch direkt. Abgesehen von den erwähnten Songs gab es dann noch ‚Spieler‘, ‚Fernweh‘, ‚An mein Ende‘, ‚Geister‘, ‚Herbst Akkustik‘ oder auch ‚Aus dem Licht‘, ‚Fiur' und noch ‚Schlaflos‘ auf die Ohren.
 
Danke für diesen Abend sagt die Roadcrew von Evil Rocks Hard, die entsprechenden Bilder zu diesem Gig findet ihr an üblicher Stelle:
 
www.EvilRocksHard-Gallery.net
 
Gute Nacht
Car Sten






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